Feb 8 2010

Und schon wieder raus aus dem Spital…

Da war ich doch etwas enttäuscht, als ich aus der Narkose wieder aufgewacht bin. Da blinkt man einmal mit den Augen und schon ist man zack aus dem Bettchen irgendwie auf dem Stuhl gelandet. Hier die Konversation in Originallänge:

“Hallo, ich bin Doktor Blahblahblah und ihr Anästhesist heute. Ich stecke ihnen jetzt mal diese Nadel in den Arm”

*UND ZACK, NADEL IM ARM*

“Angenehm, Engelbrecht mein Name.”

*AUGENBLINZELN*

“So, haben wir also Polypen gefunden.”

“Häh, wie jetzt?!? Haben Sie schon angefangen?”

“Ja, klar, wir sind schon lange fertig!”

Ich hätte doch mindestens gedacht, ich könnte mich an irgendwas erinnern. Kompletter Blackout. Wie beim letzten Job – PICH. Da kann ich mich auch an nichts mehr erinnern…

Also, keep your fingers crossed! Hoffentlich kommt bei der Untersuchung der Polypen erst mal nichts Schlimmes raus. Hab ich also neben ‘nem Gallenstein auch noch Polypen. Wat für ein schrottiges Holm…


Feb 6 2010

Holm muss ins Krankenhaus…

Nachdem ich eine Ärzte-Odyssee sondergleichen hingelegt habe, geht’s jetzt an’s Eingemachte: Magen-/Darmspiegelung.

Da hat man ja schon alleine beim Wort ein Drücken in der Magengegend. Am Määäntig um 13:30 Uhr geht es ins Krankenhaus. Nachdem schon ein Gallenstein gefunden wurde, fragt man sich langsam, was da noch so alles im Magen rumrumpelt. Wer auch immer sagte: “Mit 30 Jahren geht’s bergab…” sollte also recht behalten.

Alleine tröstet es mich, dass Gunar nach neuesten medizinischen Erkenntnissen den physischen Stand eines 65-jährigen erreicht hat. Dafür hat man sogar mit Bauch-/Magen-/Rücken-/Unterleibsschmerzen noch ein mitleidiges Lächeln auf den Lippen…

Mich zu durchschauen ist ja nichtmals Manja bisher gelungen, aber gegen diese CT-Scans ist man nahezu machtlos:

Bevor wir hier Glückwunschkarten bekommen: Nein, Manja ist nicht schwanger und das ist auch kein Ultraschallbild von der Feindiagnostik!

Dass die werte Ärztegemeinschaft auf den CT-Bildern nichts sieht, kann ich äußerst gut nachvollziehen. Die Bildchen sind höchstens 8 x 5 cm groß und schon auf den Originalen total verschwommen. Sollte man also keinen Rumpelstein alá Rotkäppchen im Bauch haben, wird man da wohl herzlich wenig fündig werden…

Jetzt wird es wirklich Zeit, ein Spendenkonto einzurichten. Genesungskarten inklusive Geldscheine schicken Sie bitte an:

Holm Engelbrecht
Mr. Van de Camp
Lane Cove River Tourist Park
Plassey Rd, Macquarie Park NSW 2113
Australia

Ansonsten würde ich an dieser Stelle um ein bisschen Daumendrücken bitten.

Dankeschön!


Feb 3 2010

Typisch australisch…

…diese Wassermühlen.

Die stehen hier überall rum und sind in allen Größen und Ausprägungen zu finden. Eigentlich waren sie dazu gedacht, dass das Wasser für’s Viehzeug aus dem Boden gepumpt wird, aber sie sind schon so zum Wahrzeichen von Australien geworden, dass manche sie auch einfach als Miniversion in den Garten stellen und sich daran erfreuen.

Da Ihr ja beim letzten Mal so schön mitgeraten habt, gibt’s wieder zwei verschiedene Versionen. Mal sehen, ob Ihr wieder richtig liegt. Diesmal ist es wohl nicht so eindeutig, wer hier was gemacht hat…

Die dazugehörige Fotoaktion zu der Mühle war wieder ein schönes Beispiel, wie stressig es ist, gute Bilder zu machen. Zuvor sind wir tagelang durch die Gegend gefahren und es gab so rein gar nichts zu fotografieren. Dann, 15 Minuten vor Sonnenuntergang auf der rechten Straßenseite:

“Ey, Manja! Das ist unsere Chance”

“Oh, neee, das wird wieder so stressig…”

Tja, was soll ich sagen: Recht hatte sie, stressig wurde es allemal. 15 Minuten im Schnelldurchlauf:

  1. Weg finden, um zur Mühle zu gelangen,
  2. Mr. Van de Camp durch Schlaglöcher navigieren, ohne dass wichtige Teile abfallen,
  3. Fotoausrüstung und Manja quasi noch im Fahren aus dem Auto werfen,
  4. Objekt wie Geier umkreisen und scheinbar beste Position ausmachen,
  5. Stativ auf- und ab- und wieder aufbauen (hier kommt wieder Manja ins Spiel),
  6. verschiedenste Belichtungsstufen ausprobieren (“Haaaa, ich werd’ verrückt! Wo ist nochmal das Mistdrehrad?!?”),
  7. von A nach B rennen und wieder zurück (“Neee, hier ist doch besser! Oder noch ein bisschen tiefer? Drecks!!!”),
  8. sich rumärgern, da die ganzen Beine bereits von Moskitos und stacheligem Gras zerstochen werden,
  9. Scheiße!!!
  10. Licht weg.

Puh, danach hofft man dann nur, dass sich dieser verdammte Aufwand gelohnt hat und dass man einen Zeltplatz mit einer guten Dusche findet…

Neben den verlassenen Mühlen stehen die dazugehörigen verlassenen Häuser. Eines abgewrackter als das andere. Glänzende Fotomotive sind sie natürlich trotzdem:


Jan 30 2010

Bevor wir es vergessen…

…schreiben wir’s lieber noch nieder.

Wenn man schon im Barossa Valley ist, dann kann man ja auch gleich zum Peter gehen. Nämlich zum Lehmann Peter. Bei dem gibt’s immerhin leckeren Wein und sogar noch ein bisschen zeitgenössische Kunst zu sehen. Obwohl, nach verschiedensten Sorten Alkohol sieht fast alles nach zeitgenössischer Kunst aus.

Wer sich schon immer gefragt hat, warum Holm irgendwie sowieso wie ein Affe aussieht und auch sonst eher wie ein Urzeitmensch daherkommt: Hier gibt’s die Auflösung! Im Süden gibt es doch tatsächlich eine Höhle, die nach mir benannt ist! Und man kann sie sogar besichtigen…

Ganz provokativ bin ich zur Dame am Ticketschalter gegangen und habe gefragt:

“Wieviel Rabatt bekomme ich hier, wenn ich beweisen kann, dass das meine Höhle ist?”

Die hat erstmal verdutzt auf meinen Ausweis geschaut, war dann aber doch ganz angetan, dass da ein waschechter Engelbrecht ankam, und zack gab’s $5 Rabatt. Na immerhin!

Das passte ganz gut, denn schließlich habe ich die Fünf-Dollar-Note für andere Zwecke gebraucht:

Tja, unter ‘ner Line versteht wohl jeder was anderes…


Jan 27 2010

Wetterkapriolen vom Feinsten…

Wenn man die Arschkarte gezogen hat, dann aber so richtig. Nicht nur, dass mir seit nunmehr über einem Monat der Unterleib weh tut und ich schon zig mal verschiedenste Ärzte/Krankenhäuser/Spezialisten/CT-Scans/Ultraschallanlagen bisher erfolglos konsultieren durfte, nein, nun will uns hier auch noch das Wetter verarschen.

Anhand dieser Grafik können Sie vielleicht erkennen, worauf ich hinaus will:


Hier die Ereignisse des Tages im Überblick:

  1. Es ist vier Uhr morgens und, wie man der Grafik entnehmen kann, herrschen derzeit draußen bereits kuschelige 30°C. Addiert man noch ein paar Grad drauf, dann hat man in etwa die Temperatur in unserem Zimmer. Der Versuch, ohne Ventilator zu schlafen, grenzt an Selbstflagellation…
  2. Gegen Mittag wird die 35°C-Grenze knallhart durchbrochen. Scheinbar unaufhaltsam steigen Thermometer und Schweiß um die Wette. In einem letzten Notfallplan wird beschlossen, ein Schwimmbad aufzusuchen, sobald die herunterknallende Sonne den Weg dorthin in irgendeiner Art und Weise zulassen würde.
  3. Drei Uhr, inzwischen herrschen 42°C (in Worten: Zweiundvierzig!). Die schlaffen Kadaber werden nur knappe 2km zum Schwimmbad geschleift – immer das rettende Ziel vor Augen. Endlich ab ins kühlende Nass. Auf dem Weg dorthin schaut man in den wolkenklaren Himmel und die knallende Sonne und denkt nur: WTF?!
  4. Vier Uhr: Begleitet von ordentlichen Gewitterstürmen wird’s auf einmal mächtig kalt im Swimming Pool und der Unterbux. Die Blätter fliegen einem in die noch immer vor Staunen offenen Münder. Man schaut in den auf einmal wolkenverhangenen Himmel und denkt nur: WTF?!?
  5. Inzwischen sind wir dem Wasser wieder missmütig entklommen. Die Temperatur ist um ca. die Hälfte auf knapp über 20°C gefallen. Auf dem ersten Schritt aus dem Schwimmbad fängt es gut an zu schütten. Während alles durchnässt wird, schaut man fragend in den regnerischen Himmel und denkt nur: WTF?!?
  6. Gegen 11e sind es nur noch 23°C. Ein Gutes hat’s also doch gehabt. Wenigstens können wir in dieser Nacht halbwegs durchschlafen…

Na denn Gut’s Nächtle und Prost Mahlzeit!


Jan 25 2010

Man sieht den Baum vor lauter Flachland nicht…

Das Wortspiel musste jetzt mal herhalten, um zu beschreiben, was wir 1200 km lang an der Südküste Australiens erleben durften. Die Nullarbor Plain ist nämlich eine äußerst karge Wüste und wird ihrem Namen (von lat. nulla arbor “kein Baum”) nur allzu gerecht. Man stelle sich unsere tagelange Odyssee etwa so vor:

Da wirklich weit und breit kein Baum – und somit auch kein Schatten – zu sehen ist, verwundert es überhaupt nicht, dass sich manche Bewohner einfach so aus dem Staub gemacht haben.

Wenn man dann doch einmal ein Bäumchen am Wegesrand findet, dann ist er schon seit Ewigkeiten abgestorben und wird für seltsame Zwecke missbraucht. Bitte zählen Sie alle sichtbaren Schuhe…

Die einzigen Bewohner dieser Wüste findet man entweder an überteuerten Tankstellen und vermoderten Motels oder man muss ihnen waghalsig auf der Straße ausweichen.

Was wir im Übrigen erst später rausbekommen haben: Wenn sich die Echsen so flach auf den Boden legen, dann ist das ihr Defensivverhalten. Damit vergrößern sie ihre sichtbare Fläche, um mehr Angst beim Angreifer zu erzeugen. Hat ja glänzend funktioniert. Meine Kamera war nur 10cm von dem Bürschchen entfernt…


Jan 21 2010

Nothing to do today…

…nothing I want to do…

…anyway.

Und deshalb hab ich mich mal hingesetzt und ein paar Filmschnipsel von Sydney zusammengeschnitten.

Bitte setzen Sie sich hin, entspannen sich, lauschen den Worten und folgen den Bildern:

Abschließend noch die Frage: Welche Szene erinnert Euch denn am meisten an ein Backstreet Boys Video?


Jan 17 2010

Salt Lake but no City…

Die klirrende Kälte hat Deutschland fest im Griff, aber wir wollen versuchen, eine nahezu identische Atmosphäre zu simulieren

Mit Schnee und -20°C können wir zwar nicht dienen, wohl aber mit Kristallen, denen man eine gewisse Ähnlichkeit nicht absprechen kann – Salz!

Man muss sich das ungefähr so vorstellen: Wir fahren so seit mehreren Stunden durch die Gegend und auf einmal sage ich zu Manja: “Du, da ist aber mal ‘nen Riesensee mitten im Busch!”. Weil wir eh nichts besseres zu tun haben, sind wir gleich mal hingefahren und zu unserer Verwunderung war’s kein Wasser, was da reflektierte, sondern Salz. Meilenweit nur Salz, Salz, Salz

Man könnte schwören, es wäre Eis, aber bitte nicht dran lecken!

Wie praktisch, dass neben dem See direkt ein Parkplatz war. So konnte ich mich, von Manja unbemerkt, aus dem Van schleichen und heimlich morgens in Ruhe Bilder schießen. Madam wurde nämlich am Abend zuvor schon wieder etwas aufmüpfig: Es sei zu kalt, sie müsse schon so lange stehen, sie hätte keine Lust mehr, und, und, und…

Beweisbild siehe hier:

Abschließend präsentiere ich noch, was ich unter einer 1A-Salzstange verstehe…

Anschließend musste ich ca. 5l destilliertes Wasser trinken, um meinen Salzgehalt wieder zu neutralisieren…


Jan 14 2010

Die besten Picknickplätze der Welt…

…findet man wohl immer noch in Australien!

Was hier teilweise für ein Aufwand betrieben wird, um den Leuten perfekte Atmosphäre zu bieten, ist schon unglaublich. Da findet man getrimmte Bäume, frisch gemähten Rasen und kostenlose Gasbarbecues – was will das Camperherz mehr…

Und wenn man sich so schön gemütlich eingerichtet hat, dann macht jeder sein Ding. Darunter verstehe ich insbesondere, dass Manja das Essen zubereitet:

its-a-she-thing

…und ich das Ergebnis mit frisch ergattertem Bundaberg-Rum in Nullkommanix verdrücke. Yeah!

its-a-he-thing

Aber keine Angst, Manja bekommt auch genug Alkohol ab, um meine Launen halbwegs auszuhalten – quasi als Betäubungsmittel.

“Was darf’s denn sein, Bier oder Wein?!?” Zu mehr Poesie reicht’s eben halt nicht mehr, nach zwei Bundaberg…

weapon-of-choice

Nachdem sie ihre Flasche Rotwein ausgeschlürft hat, könnte Manja meinen, mich nicht nur doppelt, sondern sogar vierfach zu sehen! Na das ist ein Spaß. Viermal die Selbstüberschätzung, viermal die Überheblichkeit, viermal der Hitzkopf, viermal der Narzist…

4x


Jan 11 2010

Blair *itch Uno…

Hoher Besuch aus dem Schweizerland hatte sich in Australien angekündigt – Binic/Schnaudic in the house!

Mit dem finster dreinschauenden Sascha…

…und der nicht so finster dreinschauenden Anna waren wir zwei Wochen auf Tour.

In Adalaide hatten wir uns getroffen und sind dann über Melbourne und Canberra nach Sydney gefahren, um dort gemütlich Silvester zu feiern. Unsere neue Videoanschaffung hatte sich inzwischen schon voll ausgezahlt und wurde zum Leid aller extensiv von Holm genutzt. Hier gibt es das neueste Meisterstück:

Bricht die Nacht an, kann man düstere Gestalten sehen…

beim Kartenspielen!

Werden Sie Zeugen eines unnachahmlichen Naturschauspiels und ertragen Sie sechs Minuten Nonsens aus dem Hause Binic/Schnaudic/Nelius/Engelbrecht und entscheiden Sie selbst, wer am meisten Blödsinn redet…

Sie ahnen die Antwort höchstwahrscheinlich schon im Voraus…