Jan 17 2010

Salt Lake but no City…

Die klirrende Kälte hat Deutschland fest im Griff, aber wir wollen versuchen, eine nahezu identische Atmosphäre zu simulieren

Mit Schnee und -20°C können wir zwar nicht dienen, wohl aber mit Kristallen, denen man eine gewisse Ähnlichkeit nicht absprechen kann – Salz!

Man muss sich das ungefähr so vorstellen: Wir fahren so seit mehreren Stunden durch die Gegend und auf einmal sage ich zu Manja: “Du, da ist aber mal ‘nen Riesensee mitten im Busch!”. Weil wir eh nichts besseres zu tun haben, sind wir gleich mal hingefahren und zu unserer Verwunderung war’s kein Wasser, was da reflektierte, sondern Salz. Meilenweit nur Salz, Salz, Salz

Man könnte schwören, es wäre Eis, aber bitte nicht dran lecken!

Wie praktisch, dass neben dem See direkt ein Parkplatz war. So konnte ich mich, von Manja unbemerkt, aus dem Van schleichen und heimlich morgens in Ruhe Bilder schießen. Madam wurde nämlich am Abend zuvor schon wieder etwas aufmüpfig: Es sei zu kalt, sie müsse schon so lange stehen, sie hätte keine Lust mehr, und, und, und…

Beweisbild siehe hier:

Abschließend präsentiere ich noch, was ich unter einer 1A-Salzstange verstehe…

Anschließend musste ich ca. 5l destilliertes Wasser trinken, um meinen Salzgehalt wieder zu neutralisieren…


Dec 2 2009

Playing with the big Boys…

Ein kleiner Nachtrag mal so zwischendurch. Gleich nachdem wir wieder in Sydney gelandet waren und uns noch so herrlich dem Jetlag hingaben, hatte unser Gastgeber Andrew eine super Idee zur Belustigung der Massen.

Statt faul zu Hause auf dem Sofa zu sitzen, saßen wir nun faul in seinem vierradbetriebenen Automobile und begaben uns früh morgens in die Blue Mountains, um dort mal so richtig die Sau raus zulassen…

playing-with-the-big-boys

Mit von der Party waren noch drei, vier andere dieser besonders umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel. Statt wie normal denkende Leute den besten Weg zu nehmen, bestanden diese adrenalinbetankten Superburschis auf die gefährlichste und somit selbstverständlich bekloppteste Strecke.

Ich fühlte mich sofort mindestens dreimal so männlich, denn das ganze Macho-Gehabe wusste zu imponieren. Mir fiel dabei immer nur Tim Taylor, der Heimwerker-King, ein. Am liebsten hätte ich in seiner besten Manier laut losgegrunzt “Wir brauchen mehr POOOWEEER!!!”

its-all-dirty-n-stuff

Na ja, am Ende blieben jede Menge verbogenes Metall und zwei glückliche Menschen übrig, die froh waren, dass es sich dabei nicht um ihr Auto handelte…


Oct 25 2009

Ka-ka-du…

Wenn man schon in Darwin ist, dann kommt man zwangsweise nicht um den Kakadu Nationalpark herum. Da er auch mit Abstand der größte Park Australiens ist, braucht man zudem noch ein paar Tage um so dies und das zu sehen.

Eine kleine Gebirgsformation namens Ubirr bietet einen atemberaubenden Blick auf die Nadab Floodplains. Besonders zum Sonnenuntergang trifft sich hier alles was kräucht und fleucht um einen Blick auf den Sonnenuntergang zu erhaschen. Das ganze sieht dann in etwas so aus:

nadab-floodplain

Weil’s leider auch wieder unglaublich heiß, war haben wir die meisste Zeit im Pool verbracht und sind nur zu dedizierten Ausflügen aus dem Schatten hervorgetreten. So zum Beispiel für einen Flug über die Region. Neben dem Park ist auch gleich das Arnhemland, welches mal wieder den Aborigines gehört und riesengroß ist.

Damit man mal einen Blick für die Relationen hier hat: Die Fläche des Arnhemlands ist so groß wie Portugal.

arnhemland

Auf den Flüssen sind die verschiedensten Tiere und Pflanzen zu finden. Unter anderem auch wieder unsere speziellen Freunde mit den spitzen Zähnen:

schnischnaschnappi

Auch dieser Vogel mit den betörend gelben Augen gehört zum Repertoire:

yellow-eyed-bird

Nach der ganzen Hitze im Kakadupark mussten wir fix rüber zum Litchfieldpark um uns abzukühlen. Litchfield bietet hierfür unter anderem drei Wasserfälle und jede Menge kühles Nass. Und wenn es auch nur Nachts vom Himmel kommt…

Manja wollte schon immer mal Thunder from Down Under sehen, hatte es sich dann aber doch ein bisschen anders vorgestellt:

thunder-from-down-under


Oct 22 2009

Achtung! Verwechslungsgefahr…

Man sagt ja immer, dass sich Herrchen und Hündchen mit der Zeit immer ähnlicher sehen. Also zum Beispiel glänzt bei beiden das Fell nicht mehr so wie früher und sie kriegen Hüftschäden.

Wenn man dann mal als Beifahrer – der den ganzen lieben langen Tag nur den Fahrer und die unendliche Flora und Fauna anschauen kann – Holm mit den australischen Lebewesen vergleicht, kann einem derselbe Gedanke kommen. Beispielsweise gibt es hier in der unwirtlichsten Gegend eine kleine Echse, die nach außen hin wahnsinnig gefährlich aussieht, aber in Wirklichkeit ein niedlicher kleiner Schisser ist und gerade so auf eine Hand passt:

thorny-vs-horny-devil

Nicht nur mit der Fauna, sondern auch mit der Landschaft nimmt Holm immer mehr Ähnlichkeiten an. Hier ein besonders kniffliges Rätsel für das nächste verregnete Wochenende:

holm-rock-raetsel


Oct 19 2009

Sonnenuntergänge im Darwinjahr…

Wer kann schon von sich behaupten, im Darwinjahr auch in Darwin gewesen zu sein? Nicht mal sooo viele, nehme ich an…

Für alle, die auf hohe Temperaturen und noch höhere Luftfeuchtigkeit stehen – The Place to be! Außer der Schweinehitze gibt’s aber auch andere Vorteile: Meer, Hafenpromenaden und Sonnenuntergänge vom Feinsten – und von den Sunsets werden jetzt mal einige Variationen vorgestellt.

Holm joggt unter Palmen und bricht nach 10 m in Schweiß aus:

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Manja zeigt, wofür die Kanonen des WWII eigentlich gedacht waren:

cannonfodder

Und abschließend Dick & Doof saufen am Hafen um die Wette und der Gewinner muss nicht mehr Auto fahren…

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Als Nachschlag gibt’s noch das Highlight für die moderne Frau von heute – den Mindil Beach Sunset Market. Hier kann zu fortgeschrittener Stunde noch nach Herzenslust das hartverdiente Geld des Mannes auf den Kopp gekloppt werden.

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War sonst noch was? Ach ja – wer schon immer mal wissen wollte, wo die Frösche wohnen, look no further! Mr. Froggy hatte es sich im Abflussloch des Waschbeckens gemütlich gemacht und grinste mich nach dem nächtlichen Pippimachen freundlich an…

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Oct 7 2009

The Heat is on!

Nachdem wir die magische Grenze des Uluru durchbrochen hatten, kann von Kälte keine Rede mehr sein. Inzwischen sind wir in den Tropen angekommen und der Schweiß läuft einem nur so den Rücken runter. Bei 37 °C und 78% Luftfeuchtigkeit sieht selbst Holm so aus, als hätte er körperliche Arbeit verrichtet…

the-heat-is-on

Ab und zu sieht man auch schauerliche Grabmäler am Straßenrand und unweigerlich kommt einem der Gedanke, dass ganz offensichtlich nicht alle Touristen das ungastliche Wetter vertragen. Oder wurde da jemand von einem dieser bekloppten Road Trains über den Haufen gefahren?

grave-cross


Oct 4 2009

Von fliegenden Füchsen, warmen Quellen und lauernden Schlangen…

Immer wenn man glaubt, es gäbe der Überraschungen nicht mehr viele, dann wird man eines Besseren belehrt. So einmal mehr geschehen 400 km vor Darwin im vermeintlichen Buscheinerlei von Australien.

Das Monoton der umgebenden Landschaften hatte sich die letzten zig hundert Kilometer nicht sonderlich verändert, bis uns das Schild mit der Aufschrift “Thermal Pool right” in die Augen stach. Klar, Thermalquelle hört sich nicht schlecht an, sind ja auch nur 100°C draußen. Wer würde da nicht an ein warmes Bad denken?

5 km von der Hauptstraße entfernt steht sie da, die Oase schlechthin. Von tausenden Palmen überdacht gab’s perfekt temperiertes Wasser. Manja hatte endlich mal ein bisschen Abkühlung vom hitzigen Gegenpart verdient:

manja-pool

Man schaut sich um und fühlt sich unweigerlich in den brasilianischen Regenwald versetzt. Grünes Dickicht, dickes Gebüsch und diese Geräuschkulisse. Aber woher kommt eigentlich dieser Krach? Und dann der Blick nach oben. Die Palmen sind gefüllt mit riesigen Fledermäusen, genauer genommen fliegenden Füchsen. Das müssen Zehntausende von Flying Foxes sein, die es sich dort an den Palmen gemütlich gemacht haben und auf uns herabschauen. Zur Veranschaulichung: Man stelle sich Fledermäuse vor und multipliziere die Größe mit einem Vielfachen.

hanging-flying-foxes

Besonders gegen das Sonnenlicht ein Schauspiel sondergleichen:

flying-flying-fox

Abgerundet wurde der Tag durch Little Ms. Sunshine: Da hatte sich doch tatsächlich eine drei Meter lange Python um einen Baum geschlungen und schien zu flüstern “Komm her, ich beiße nicht…” – Schon klar, nur erwürgen und runterschlingen…

little-ms-sunshine


Oct 1 2009

+++ Eilmeldung +++

Wir sitzen gerade in einem muffigen aber immerhin klimatisierten Raum in Darwin fest, weil Mr. Van de Camp Mucken macht. Die Bremsen hören sich komisch an und überhaupt kommen jeden Tag neue Geräusche dazu.

Oftmals weiß man nicht, ob die Geräusche aus der Flora und Fauna kommen, oder vom Van selbst produziert werden. Durch Bremsen, Schalten und Rückwärtsfahren können wir immerhin schon drei heimische Vogelarten derart präzise imitieren, dass ortsansässige Ornithologen sich schon auf offener Straße die Köpfe nach uns verrenken…


Sep 30 2009

The Fast & the Furious…

…kann man mit diesen Autoexemplaren mit Sicherheit nicht mehr drehen. Statt Autos ordnungsgemäß zu entsorgen, entscheidet sich der ein oder andere Australier ganz offensichtlich für die kostengünstigere Variante – Auto am Straßenrand abstellen und anzünden. Sehr vorbildlich und vor allem besonders umweltfreundlich!

old-car-coober-pedy

Ansonsten eignen sie sich natürlich auch glänzend für allerlei Blödsinnsbilder. Wie oft hatte er Manja nicht schon darauf hingewiesen…

gashahn-zu

Obwohl sie in der Wüste ausgesetzt, angezündet und mishandelt wurden, halten sie immer noch 90 kg pure, adrenalingeladene Muskelkraft aus:

romping-stomping

Update!

Hier gibt’s den Beweis!

romping-stomping-play


Sep 27 2009

Holm wundert sich – Teil 3…

Man muss den australischen Humor einfach mögen. Statt sich ordentliche Namen für ihr Bier auszudenken, fällt ihnen nichts besseres ein, als… ach, schaut doch einfach selbst:

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Leider schmeckt diese spezielle Sorte absolut widerlich und ist daher nur zu Präsentationszwecken geeignet. Allerdings sind die Portionsgrößen lobenswert hervorzuheben. Mit 750 ml hat man das Gefühl, mal was richtig Großes in der Hand zu halten und so kann auch Holm sich einmal männlich fühlen. Ähmmm…