Mar 16 2010

Eine Ruine besser als die andere…

Das Wort Renovierung kommt im allgemeinen Sprachrepertoir eines Australiers offensichtlich nicht vor…

Häuser werden hier nicht renoviert. Die werden einfach so lange stehen gelassen, bis sie komplett verrottet und vermodert sind. Ist ein Haus denn endlich eingestürzt, dann kann man ja wieder obendrauf bauen. Wie praktisch…

Jedenfalls findet man komplett durch Australien eingefallene Häuser, kaputte Wassermühlen und so Zeugs. Sieht natürlich schick auf Bildern aus, wenn man denn sowas mag…

Sollte dann der ganze eingefallene Krempel immer noch nicht für ein interessantes Bild reichen, dann kann man sich gegebenenfalls ja noch anderer Requisiten bedienen:

“Ey, Manja, hier ist noch ‘ne Schubkarre hinterm Haus!”

“Oh man, ich will mich nicht in den Dreck setzen!”

“Ach Quatsch, hab Dich nicht so. Ich pack hier noch die Holzplanken rein, dann sitzte nicht komplett im Müll…”

“@#%&! you!”

“Ja, ich hab Dich auch lieb…”


Feb 25 2010

Getting ready to Rock the Wave…

Steine, die wie Wellen aussehen, gibt’s wohl auch nicht so häufig auf der Welt. Aber 400 km östlich von Perth kann man ein Exemplar der Gattung finden – The one and only Wave Rock!

Um Euch ein Bild der Extraklasse präsentieren zu können, macht sich der Holm aber mal gerne zum Klopps des Tages. Wellen und Australien, da müsste man doch was machen können?!? Zum Glück haben wir ja diesen Neoprenanzug hier rumliegen, der sich glänzend für Präsentationszwecke eignet. Also, fix reingeschlüpft in den Anzug und zum Rock gelatscht…

Starfotografin Ms. Nelius hat mal wieder alles aus dem Fotomodell rausgeholt:

“Gib mir mehr Ähhh!”

“Mach mal mehr Öhhh!”

“Steck den Bauch nicht so weit raus!”

“Steh gerade!”

“Lauf mal rauf auf den Berg!”

“Man, was müssen die Leute jetzt durch’s Bild laufen!”

Nach einigen Versuchen waren dann die Bilder im Kasten. Dann hieß es wieder an einigen Reglern und Knöpfen drehen, um das Maximum aus dem Material herauszukitzeln. Das Ergebnis gibt’s hier:

Und damit ihr einen kleinen Eindruck vom Aufwand gewinnt, den wir extra für Euch betreiben, folgt zugleich das Making of Rock the Wave!

Haben Sie bitte Spaß:


Feb 17 2010

UPDATE: 3 x 12 Apostel bitte…

Bevor es nach nach Melbourne ging, kamen wir noch an den weltberühmten Zwölf Aposteln vorbei!

“Häh? Zwölf wat?!?”

Für alle, denen dazu nun rein gar keine Assoziation einfallen will: Es handelt sich hierbei um zwölf Türmchen aus Kalkstein, welche mitten im Meer entlang der Küste ziemlich spektakulär aus dem Wasser stehen.

Also ungefähr so:

Da wir reichlich Zeit hatten, während wir mit den ca. 23.425 anderen Besuchern auf den Sonnenuntergang warteten, sind auch ordentlich Bilder dabei rumgekommen – und jedes wurde ein bisschen unterschiedlich bearbeitet.

Ja, ja, was Photoshop nicht alles vollbringen kann. Da sieht auf einmal das Wasser ganz dünkel aus:


Und allen, die jetzt auch unbedingt diese Apostel sehen wollen, sei folgender Tipp auf den Weg gegeben: Beeilt Euch, gebt Gummi & Hackengas!!!

Warum wir so zur Eile mahnen? Na, weil es dieses Naturschauspiel wohl nicht mehr all zu lange zu sehen gibt. Der Zahn der Zeit nagt an allem und lässt auch erst Recht keine von der Natur gebauten Sehenswürdigkeiten aus. Inzwischen gibt’s von den dazumal zwölf Aposteln nur noch derer neun. Uiuiui!

Und weil ihr nicht so faul zu Hause rumsitzen sollt, jetzt nochmal ein bisschen Action hier:

Welches Bild gefällt Euch denn am besten?

  • Also, das ganz oben mit den lustigen alten Farben sieht supi aus. (48%, 13 Votes)
  • Nö, bei mir kann's ruhig etwas dünkler sein. Das unten gefällt mir am besten. (33%, 9 Votes)
  • Na, ich steh auf Schmalzibilder. Schön mit krassen Farben, wie in der Mitte. (19%, 5 Votes)

Total Voters: 22

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PS: Timo, für Dich habe ich extra eingestellt, dass Du alle Bilder ankreuzen kannst. Echt toool, wa?!?

Update:

Junge, Junge, da habt Ihr der Manja aber ein schönes Kompliment gemacht! Mit gerade einmal sensationellen fünf Stimmen bin ich vor allen anderen auf Platz drei gelandet. Manja hat dagegen sage und schreibe 22 Votes kassiert. Da ziehe ich meinen Hut und sage respektvoll:

“Manja, wieviel hast Du denn so pro Person ausbezahlt?!?”


Feb 10 2010

Walking through the Clouds…

Auch hier gibt’s schlechte Tage und auch hier werden die Leute abgezockt.

“Wat?!? $20 für 3 Minuten durch über eine Brücke marschieren?!?” – Die spinnen, die Australier! Betrachten Sie dieses Video als abschreckendes Beispiel…


Feb 3 2010

UPDATE: Typisch australisch…

…diese Wassermühlen.

Die stehen hier überall rum und sind in allen Größen und Ausprägungen zu finden. Eigentlich waren sie dazu gedacht, dass das Wasser für’s Viehzeug aus dem Boden gepumpt wird, aber sie sind schon so zum Wahrzeichen von Australien geworden, dass manche sie auch einfach als Miniversion in den Garten stellen und sich daran erfreuen.

(Oberes Bild, wer hätte das gedacht, von Manja. Warmes Licht und so…)

Da Ihr ja beim letzten Mal so schön mitgeraten habt, gibt’s wieder zwei verschiedene Versionen. Mal sehen, ob Ihr wieder richtig liegt. Diesmal ist es wohl nicht so eindeutig, wer hier was gemacht hat…

(Da war Mr. Engelbrecht am Werk. Silhouette und so…)

Die dazugehörige Fotoaktion zu der Mühle war wieder ein schönes Beispiel, wie stressig es ist, gute Bilder zu machen. Zuvor sind wir tagelang durch die Gegend gefahren und es gab so rein gar nichts zu fotografieren. Dann, 15 Minuten vor Sonnenuntergang auf der rechten Straßenseite:

“Ey, Manja! Das ist unsere Chance”

“Oh, neee, das wird wieder so stressig…”

Tja, was soll ich sagen: Recht hatte sie, stressig wurde es allemal. 15 Minuten im Schnelldurchlauf:

  1. Weg finden, um zur Mühle zu gelangen,
  2. Mr. Van de Camp durch Schlaglöcher navigieren, ohne dass wichtige Teile abfallen,
  3. Fotoausrüstung und Manja quasi noch im Fahren aus dem Auto werfen,
  4. Objekt wie Geier umkreisen und scheinbar beste Position ausmachen,
  5. Stativ auf- und ab- und wieder aufbauen (hier kommt wieder Manja ins Spiel),
  6. verschiedenste Belichtungsstufen ausprobieren (“Haaaa, ich werd’ verrückt! Wo ist nochmal das Mistdrehrad?!?”),
  7. von A nach B rennen und wieder zurück (“Neee, hier ist doch besser! Oder noch ein bisschen tiefer? Drecks!!!”),
  8. sich rumärgern, da die ganzen Beine bereits von Moskitos und stacheligem Gras zerstochen werden,
  9. Scheiße!!!
  10. Licht weg.

Puh, danach hofft man dann nur, dass sich dieser verdammte Aufwand gelohnt hat und dass man einen Zeltplatz mit einer guten Dusche findet…

Neben den verlassenen Mühlen stehen die dazugehörigen verlassenen Häuser. Eines abgewrackter als das andere. Glänzende Fotomotive sind sie natürlich trotzdem:

(Nochmals der Holm. Altes Haus und so…)


Jan 30 2010

Bevor wir es vergessen…

…schreiben wir’s lieber noch nieder.

Wenn man schon im Barossa Valley ist, dann kann man ja auch gleich zum Peter gehen. Nämlich zum Lehmann Peter. Bei dem gibt’s immerhin leckeren Wein und sogar noch ein bisschen zeitgenössische Kunst zu sehen. Obwohl, nach verschiedensten Sorten Alkohol sieht fast alles nach zeitgenössischer Kunst aus.

Wer sich schon immer gefragt hat, warum Holm irgendwie sowieso wie ein Affe aussieht und auch sonst eher wie ein Urzeitmensch daherkommt: Hier gibt’s die Auflösung! Im Süden gibt es doch tatsächlich eine Höhle, die nach mir benannt ist! Und man kann sie sogar besichtigen…

Ganz provokativ bin ich zur Dame am Ticketschalter gegangen und habe gefragt:

“Wieviel Rabatt bekomme ich hier, wenn ich beweisen kann, dass das meine Höhle ist?”

Die hat erstmal verdutzt auf meinen Ausweis geschaut, war dann aber doch ganz angetan, dass da ein waschechter Engelbrecht ankam, und zack gab’s $5 Rabatt. Na immerhin!

Das passte ganz gut, denn schließlich habe ich die Fünf-Dollar-Note für andere Zwecke gebraucht:

Tja, unter ‘ner Line versteht wohl jeder was anderes…


Jan 27 2010

Wetterkapriolen vom Feinsten…

Wenn man die Arschkarte gezogen hat, dann aber so richtig. Nicht nur, dass mir seit nunmehr über einem Monat der Unterleib weh tut und ich schon zig mal verschiedenste Ärzte/Krankenhäuser/Spezialisten/CT-Scans/Ultraschallanlagen bisher erfolglos konsultieren durfte, nein, nun will uns hier auch noch das Wetter verarschen.

Anhand dieser Grafik können Sie vielleicht erkennen, worauf ich hinaus will:


Hier die Ereignisse des Tages im Überblick:

  1. Es ist vier Uhr morgens und, wie man der Grafik entnehmen kann, herrschen derzeit draußen bereits kuschelige 30°C. Addiert man noch ein paar Grad drauf, dann hat man in etwa die Temperatur in unserem Zimmer. Der Versuch, ohne Ventilator zu schlafen, grenzt an Selbstflagellation…
  2. Gegen Mittag wird die 35°C-Grenze knallhart durchbrochen. Scheinbar unaufhaltsam steigen Thermometer und Schweiß um die Wette. In einem letzten Notfallplan wird beschlossen, ein Schwimmbad aufzusuchen, sobald die herunterknallende Sonne den Weg dorthin in irgendeiner Art und Weise zulassen würde.
  3. Drei Uhr, inzwischen herrschen 42°C (in Worten: Zweiundvierzig!). Die schlaffen Kadaber werden nur knappe 2km zum Schwimmbad geschleift – immer das rettende Ziel vor Augen. Endlich ab ins kühlende Nass. Auf dem Weg dorthin schaut man in den wolkenklaren Himmel und die knallende Sonne und denkt nur: WTF?!
  4. Vier Uhr: Begleitet von ordentlichen Gewitterstürmen wird’s auf einmal mächtig kalt im Swimming Pool und der Unterbux. Die Blätter fliegen einem in die noch immer vor Staunen offenen Münder. Man schaut in den auf einmal wolkenverhangenen Himmel und denkt nur: WTF?!?
  5. Inzwischen sind wir dem Wasser wieder missmütig entklommen. Die Temperatur ist um ca. die Hälfte auf knapp über 20°C gefallen. Auf dem ersten Schritt aus dem Schwimmbad fängt es gut an zu schütten. Während alles durchnässt wird, schaut man fragend in den regnerischen Himmel und denkt nur: WTF?!?
  6. Gegen 11e sind es nur noch 23°C. Ein Gutes hat’s also doch gehabt. Wenigstens können wir in dieser Nacht halbwegs durchschlafen…

Na denn Gut’s Nächtle und Prost Mahlzeit!


Jan 25 2010

Man sieht den Baum vor lauter Flachland nicht…

Das Wortspiel musste jetzt mal herhalten, um zu beschreiben, was wir 1200 km lang an der Südküste Australiens erleben durften. Die Nullarbor Plain ist nämlich eine äußerst karge Wüste und wird ihrem Namen (von lat. nulla arbor “kein Baum”) nur allzu gerecht. Man stelle sich unsere tagelange Odyssee etwa so vor:

Da wirklich weit und breit kein Baum – und somit auch kein Schatten – zu sehen ist, verwundert es überhaupt nicht, dass sich manche Bewohner einfach so aus dem Staub gemacht haben.

Wenn man dann doch einmal ein Bäumchen am Wegesrand findet, dann ist er schon seit Ewigkeiten abgestorben und wird für seltsame Zwecke missbraucht. Bitte zählen Sie alle sichtbaren Schuhe…

Die einzigen Bewohner dieser Wüste findet man entweder an überteuerten Tankstellen und vermoderten Motels oder man muss ihnen waghalsig auf der Straße ausweichen.

Was wir im Übrigen erst später rausbekommen haben: Wenn sich die Echsen so flach auf den Boden legen, dann ist das ihr Defensivverhalten. Damit vergrößern sie ihre sichtbare Fläche, um mehr Angst beim Angreifer zu erzeugen. Hat ja glänzend funktioniert. Meine Kamera war nur 10cm von dem Bürschchen entfernt…


Jan 11 2010

Blair *itch Uno…

Hoher Besuch aus dem Schweizerland hatte sich in Australien angekündigt – Binic/Schnaudic in the house!

Mit dem finster dreinschauenden Sascha…

…und der nicht so finster dreinschauenden Anna waren wir zwei Wochen auf Tour.

In Adalaide hatten wir uns getroffen und sind dann über Melbourne und Canberra nach Sydney gefahren, um dort gemütlich Silvester zu feiern. Unsere neue Videoanschaffung hatte sich inzwischen schon voll ausgezahlt und wurde zum Leid aller extensiv von Holm genutzt. Hier gibt es das neueste Meisterstück:

Bricht die Nacht an, kann man düstere Gestalten sehen…

beim Kartenspielen!

Werden Sie Zeugen eines unnachahmlichen Naturschauspiels und ertragen Sie sechs Minuten Nonsens aus dem Hause Binic/Schnaudic/Nelius/Engelbrecht und entscheiden Sie selbst, wer am meisten Blödsinn redet…

Sie ahnen die Antwort höchstwahrscheinlich schon im Voraus…


Jan 7 2010

Things one can find in the Bush…

Ja, in Australien gibt es viel Buschland, sehr, sehr viel Buschland sogar. Die Erde ist rot, die Büsche sind oft nicht sonderlich hoch und die Krähen warten am Straßenrand auf ihre nächste Mahlzeit. Aber ab und zu, wenn man ganz genau hinschaut, dann gibt es wahre Highlights zu entdecken. Auf dem Weg durch die Nullabor Plain hatten wir auf der 2000 km kurzen Geraden reichlich Zeit, nach diesen Kunstwerken Ausschau zu halten.

Frauen und Parken – das war schon immer eine heikle Kombination. Something must have gone horribly wrong:

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Wenn Manja Durst hat, dann braucht sie nur am Straßenrand anhalten. Denn zum Glück gibt es ja überall gut temperierte Coca Cola in den Kühlschränken im Busch:

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Wenn der McDonalds-Burger wieder seinen Weg nach draußen sucht, dann kommen einem die OZ Bush Loos wie gelegen.

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Holm sitzt übrigens auch manchmal einfach nur so im Klo, um über das Leben nachzudenken…