Oct 4 2009

Von fliegenden Füchsen, warmen Quellen und lauernden Schlangen…

Immer wenn man glaubt, es gäbe der Überraschungen nicht mehr viele, dann wird man eines Besseren belehrt. So einmal mehr geschehen 400 km vor Darwin im vermeintlichen Buscheinerlei von Australien.

Das Monoton der umgebenden Landschaften hatte sich die letzten zig hundert Kilometer nicht sonderlich verändert, bis uns das Schild mit der Aufschrift “Thermal Pool right” in die Augen stach. Klar, Thermalquelle hört sich nicht schlecht an, sind ja auch nur 100°C draußen. Wer würde da nicht an ein warmes Bad denken?

5 km von der Hauptstraße entfernt steht sie da, die Oase schlechthin. Von tausenden Palmen überdacht gab’s perfekt temperiertes Wasser. Manja hatte endlich mal ein bisschen Abkühlung vom hitzigen Gegenpart verdient:

manja-pool

Man schaut sich um und fühlt sich unweigerlich in den brasilianischen Regenwald versetzt. Grünes Dickicht, dickes Gebüsch und diese Geräuschkulisse. Aber woher kommt eigentlich dieser Krach? Und dann der Blick nach oben. Die Palmen sind gefüllt mit riesigen Fledermäusen, genauer genommen fliegenden Füchsen. Das müssen Zehntausende von Flying Foxes sein, die es sich dort an den Palmen gemütlich gemacht haben und auf uns herabschauen. Zur Veranschaulichung: Man stelle sich Fledermäuse vor und multipliziere die Größe mit einem Vielfachen.

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Besonders gegen das Sonnenlicht ein Schauspiel sondergleichen:

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Abgerundet wurde der Tag durch Little Ms. Sunshine: Da hatte sich doch tatsächlich eine drei Meter lange Python um einen Baum geschlungen und schien zu flüstern “Komm her, ich beiße nicht…” – Schon klar, nur erwürgen und runterschlingen…

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