Apr 16 2010

Die 1001 Gesichter der Neliussen…

Ja, ja, die Nelius. Wenn man ein Jahr (oder zwölf Monate oder 365 Tage oder 8760 Stunden oder 525600 Minuten oder 3153600 Sekunden) aufeinander hockt, dann muss man schon hart gesotten sein. Privatsphäre gibt’s hier nur im kleinen Holzhäuschen mit dem ausgeschnittenen Herzchen. Wie fällt also Manjas Jahreszeugnis aus?

Während mein Charakter noch, sagen wir mal, wie ein extrem seltener Rohdiamant geschliffen werden muss, will mir beim besten Willen nichts Schlechtes über das weibliche Pendant einfallen. Selbst, wenn das Geld wieder knapp wird, kann sie noch wie ein Honigkuchenpferd lachen. Bewundernswert!

Auch ist sie schon viel abenteuerlustiger geworden. Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass sie nebst Rochen im dunklen Ozean schnorcheln geht oder sich auf einem dieser vierrädrigen Ungetüme einen Krampf im Finger holt?

Da war also doch die ganze Zeit eine Ms. Indiana Jones in ihr versteckt, ha! Den Hut kann sie sich ja schon mal von mir leihen…

Klar, wenn ihr Rumpelstilzchen wieder wütend im Kreis herumhüpft, dann wünscht sie sich schon manchmal, dass Tarzan mit seinem Lendenschurz an der Liane angeschwungen kommt und sie erretten würde.

Macht er aber nicht. Statt dessen kommt dann immer nur der zottelige Affe zurück und bittet um Vergebung. Ugh!

Was will ich sagen? Ich kann mir keinen besseren Banknachbar vorstellen und plane in Gedanken schon mal die nächste Reise. Also, wohin wird’s denn als nächstes gehen, Neliussen?!?


Nov 9 2009

Yeah! Endlich zu Ü30-Parties…

Während Manja noch ihren alkoholfreien Asti Spumante süffelt, kann ich schon mal ein paar Worte verfassen.

yeah-30

Hallo, Manja, willkommen im Land der Dreißigjährigen. Es ist gar nicht mal so schlecht hier. Wer will den schon junge Mädels haben, wenn man ältere, reife Damen haben kann!

chilly

Jedenfalls bringt es so einige Vorteile mit sich. So kann man zum Beispiel endlich an Ü30-Parties partizipieren, die Kinder stehen im Tram für uns auf und mit dieser Seniorenkarte kriegen wir auf den Campingplätzen auch immer schön Rabatt!

Also nicht lange mit dem Schicksal hadern, sondern lieber weitersüffeln, am alkoholfreien Asti Spumante…

thirty-something

Knuuutschi!


Oct 4 2009

Von fliegenden Füchsen, warmen Quellen und lauernden Schlangen…

Immer wenn man glaubt, es gäbe der Überraschungen nicht mehr viele, dann wird man eines Besseren belehrt. So einmal mehr geschehen 400 km vor Darwin im vermeintlichen Buscheinerlei von Australien.

Das Monoton der umgebenden Landschaften hatte sich die letzten zig hundert Kilometer nicht sonderlich verändert, bis uns das Schild mit der Aufschrift “Thermal Pool right” in die Augen stach. Klar, Thermalquelle hört sich nicht schlecht an, sind ja auch nur 100°C draußen. Wer würde da nicht an ein warmes Bad denken?

5 km von der Hauptstraße entfernt steht sie da, die Oase schlechthin. Von tausenden Palmen überdacht gab’s perfekt temperiertes Wasser. Manja hatte endlich mal ein bisschen Abkühlung vom hitzigen Gegenpart verdient:

manja-pool

Man schaut sich um und fühlt sich unweigerlich in den brasilianischen Regenwald versetzt. Grünes Dickicht, dickes Gebüsch und diese Geräuschkulisse. Aber woher kommt eigentlich dieser Krach? Und dann der Blick nach oben. Die Palmen sind gefüllt mit riesigen Fledermäusen, genauer genommen fliegenden Füchsen. Das müssen Zehntausende von Flying Foxes sein, die es sich dort an den Palmen gemütlich gemacht haben und auf uns herabschauen. Zur Veranschaulichung: Man stelle sich Fledermäuse vor und multipliziere die Größe mit einem Vielfachen.

hanging-flying-foxes

Besonders gegen das Sonnenlicht ein Schauspiel sondergleichen:

flying-flying-fox

Abgerundet wurde der Tag durch Little Ms. Sunshine: Da hatte sich doch tatsächlich eine drei Meter lange Python um einen Baum geschlungen und schien zu flüstern “Komm her, ich beiße nicht…” – Schon klar, nur erwürgen und runterschlingen…

little-ms-sunshine


Jun 30 2009

Heute schon Salzwasser geschluckt?

Die letzten zwei Tage war wieder Surfing angesagt. In Agnes Water, dem letzten Ort, in dem man noch ohne Angst vor Stingern (tödlichen Quallen) schwimmen kann. Also zack, Surfboard raus und sich so gut es geht blamieren.

Schön, dass man auch von 13-jährigen Kindern doof von der Seite angemacht wird, weil man dies und das beim Surfen nicht macht. Denen hätte ich am liebsten ein paar gescheuert, freche Blagen!

Hier nun das Super-Lifesize-Bravo-Poster vom Surfer Boy. Kann keine 3 Sekunden auf dem Brett stehen, sieht aber trotzdem blendend in der Wetsuit aus. Bitte in Lebensgröße ausdrucken und an die Wand hängen (ich freu mich schon auf die Kommentare):

holm-crescent-surfer-boy

Manja hat derzeit das Strandleben genossen und richtigen Surfern hinterhergeschaut:

manja-swinging